Informationen zu den
Wahlpflichtgegenständen
Man unterscheidet zwei Gruppen von Wahlpflichtgegenständen:
a) vertiefende
Wahlpflichtgegenstände:
2 Stunden pro Woche; ein- oder
zweijährig; werden zusätzlich zu einem Gegenstand
angeboten, damit der Stoff für interessierte Schülern
detaillierter und über den Lehrplan hinausgehend behandelt wird
(keine Nachhilfe!).
Deutsch, Latein, Englisch, Mathematik,
Religion, Geschichte, Musik, Psychologie, Bildnerische Erziehung,
Geographie, Biologie, Chemie, Physik, Theorie des Sports und
Bewegungskultur, Instrumentalmusik (nur musischer
Zweig)
Informatik: 2 Stunden pro Woche, dreijährig
Insgesamt müssen die gewählten Wahlpflichtgegenstände einen Umfang von 6 Wochenstunden, aufgeteilt auf die 6. - 8.Klasse, aufweisen. Es sind daher folgende Varianten möglich:
2.Variante: 3 Jahre Informatik, in der
8. Klasse ein vertiefendes Wahlpflichtfach.
3.Variante: zwei
vertiefende Wahlpflichtfächer, eines in der 6. , eines in der 7.
und 8.Klasse.
4.Variante: zwei vertiefende Wahlpflichtfächer, eines in der 6. und 7., eines in 8.Klasse.

Die Rolle der
Wahlpflichtgegenstände bei der Matura
Bei der Matura gibt es drei Varianten:
a) 4 schriftliche und 3 mündliche
Prüfungen
b) 3 schriftliche und 4 mündliche Prüfungen
c)
Fachbereichsarbeit, 3 schriftliche und 3 mündliche Prüfungen
Eine der abgelegten mündlichen Prüfungen muss eine sogenannte Schwerpunktprüfung sein. Bei einer normalen mündlichen Prüfung bekommt der Schüler zwei Kernfragen aus dem Lehrstoff der Oberstufe und eine Spezialfrage aus einem vorher vereinbarten Themengebiet. Er muss nur eine der beiden Kernfragen und die Spezialfrage beantworten.
Es gibt drei unterschiedliche Möglichkeiten einer Schwerpunktprüfung:
1) fächerübergreifende
Prüfung: Der Schüler maturiert zum Beispiel in
Geschichte und in Englisch fächerübergreifend. Er bekommt
zwei Kernfragen und eine Spezialfrage aus Geschichte und aus
Englisch, macht also in beiden Fächern eine normale mündliche
Prüfung. Zusätzlich bekommt er zwei Fragen aus einem vorher
vereinbarten Stoffgebiet, in dem Inhalte von Englisch und Geschichte
gleichzeitig vorkommen. Davon muss eine Frage beantwortet werden.
Voraussetzung für diese Form der Schwerpunktsetzung ist, dass
die betroffenen Professoren frühzeitig informiert werden, dass
man bei ihnen eine fächerübergreifende mündliche
Reifeprüfung ablegen möchte, damit sie geeignete Themen in
den Unterricht aufnehmen können.
2) vertiefende
Prüfung: Der Schüler maturiert beispielsweise in
Deutsch und im vertiefendem Wahlpflichtgegenstand Deutsch, das er ein
oder zwei Jahre lang besucht hat. Er bekommt zwei Kernfragen und eine
Spezialfrage im Fach Deutsch und zusätzlich zwei Fragen aus dem
Stoffgebiet des Wahlpflichtfaches Deutsch. Eine Kernfrage, die
Spezialfrage und eine Frage zum Wahlpflichtfach müssen
beantwortet werden.
3) Wenn eine
Fachbereichsarbeit geschrieben wurde, bekommt der Schüler
in dem betreffenden Fach bei der mündlichen Prüfung
zusätzlich zwei Fragen zum Thema des fachlichen Umfeldes der
Fachbereichsarbeit, von denen er eine beantworten muss. Diese Prüfung
zählt als Schwerpunktprüfung. Wenn man beispielsweise in
Geographie eine Fachbereichsarbeit schreibt, erhält man bei der
mündlichen Matura aus Geographie zwei Kernfragen, eine
Spezialfrage und zwei Fragen zur Fachbereichsarbeit. Davon muss eine
Kernfrage, die Spezialfrage und eine Frage zur Fachbereichsarbeit
beantwortet werden.
Wahl der Prüfungsfächer
Schriftliche Prüfungen: muss man in Deutsch und in Mathematik ablegen; als drittes Fach stehen Latein oder Englisch zur Auswahl; wenn man noch in einem 4. Fach schriftlich maturieren möchte, kann dies Latein bzw. Englisch oder im naturwissenschaftlichen Zweig Biologie oder Physik sein. Falls Englisch schriftlich nicht gewählt wurde, muss eine lebende Fremdsprache als mündliche Prüfung gewählt werden.
Mündliche Prüfungen:
Es gibt folgende Fächergruppen:
A: Religion, Deutsch,
Geschichte, Musik, Psychologie, Bildnerische Erziehung
B: Latein,
Englisch und falls man das Wahlpflichtfach drei Jahre lang besucht
hat, Französisch, Spanisch, Italienisch oder
Russisch.
C: Geographie, Mathematik, Biologie, Chemie,
Physik und falls man das Wahlpflichtfach besucht hat Informatik.
Man muss ein Fach der Gruppe B wählen. Die zweite Wahl muss ein Fach der Gruppe A (musischer Zweig) bzw. ein Fach der Gruppe C (naturw. Zweig) sein. Die Wahl des Faches für eine dritte bzw. für eine eventuelle vierte mündliche Prüfung ist beliebig. Diese Einschränkungen bei der Wahl der mündlichen Klausurfächer sind bedeutsam, wenn man die Schwerpunktprüfung in der fächerübergreifenden Form ablegen möchte.