Matthias Macsek (5A) hat sich im Rahmen des Drehtürmodells mit mathematischen Aufgaben beschäftigt, die über den Rahmen der üblichen Schulmathematik hinausgehen. Die Betreuung erfolgte durch Dr. August Mistlbacher. Diese Beispiele enthalten mathematische Aussagen und Begriffe, sowie Lösungsmethoden, die sich Matthias erst einmal aneignen musste, um sich überhaupt zurechtfinden zu können.
Im
Folgendem hat Matthias ein Beispiel als Illustration ausgewählt,
welches den Begriff „Kongruenz“ enthält. Man soll
zeigen, dass der Term
niemals
ein Vielfaches der Zahl 5 ergeben kann, ganz egal, welche natürliche
Zahl n man wählt. Etwas mathematischer formuliert:

Beweis:
Man
beweist dies mit Zuhilfenahme von Kongruenzen:
zum
Beweis:![]()
Wenn
man 5 durch 4 (mod4) teilt so bleibt 1 Rest.
Mit solchen
Kongruenzen lässt sich auch rechnen:
![]()
Teilt
man 20 durch 4 so erhält man 4 Rest!
soll
für keine natürliche Zahl r richtig sein.
Dies ist
der Fall, wenn bei der Division des 1.Termes
durch
5 0Rest bleibt.
das heißt:![]()
Wir
zerlegen den Term:
und
beginnen mit
:
![]()
(Man
dividiert 16 weiter
)
Daher
ergibt sich, dass
![]()
(2k
ist in jedem Fall eine gerade Zahl)
Für
gerade Zahlen gilt:
![]()
Weiterhin
ergibt sich, dass
!
! (2k+1
ist in jedem Fall eine ungerade Zahl)
Für
ungerade Zahlen gilt:![]()
12:5=2
und 2Rest !
!
Jetzt
betrachten wir den 2.Term:
n kann kongruent zu
0 1 2 3 4 (mod5) sein
ist daher kongruent zu 0 1 1 1 1 (mod5)
ist kongruent zum 4-fachen 0 4 4 4 4 (mod5) sein
Fügt
man nun beide Terme zusammen, so ergibt sich (man listet alle Fälle auf):
Nachdem
kongruent zu
nie
kongruent 0 sein kann, gibt es keine natürliche Zahl r, sodass
diese Gleichung eine wahre Aussage hat. Der Satz ist daher bewiesen!